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| Das Impingementsyndrom |
Wenn es der Schulter zu eng wird...Der Begriff des „Impingement“ ist dem Angloamerikanischen entlehnt und bedeutet soviel wie „ Einklemmung“. Gemeint ist in aller Regel eine Einklemmung zwischen der Kugel des Oberarmkopfes und dem Schulterdach. Hier befinden sich Sehnen und Schleimbeutel.
Non Outlet Impingement der Schulter… wenn die Muskeln nicht mehr richtig zusammenarbeiten. Die Schulter ist ein muskulär geführtes Gelenk. Erst durch das richtige Zusammenarbeiten der einzelnen Muskeln wird der Oberarmkopf in seiner korrekten Position zur Pfanne gehalten. Federführend für die Positionierung des Oberarmkopfes sind die Muskeln der Rotatorenmanschette. Diese umschließt den Oberarmkopf und sorgt je nach Stellung des Arms dafür, dass die Schulter nicht luxiert (auskugelt) oder Sehnen und Schleimbeutel gequetscht werden. Kommt es zu einem Ungleichgewicht der einzelnen Muskeln verliert der Oberarmkopf seine Zentrierung in der Pfanne. Häufig führt dies zu einem „nach oben und vorne treten“ des Oberarmkopfes. Folge ist die schmerzhafte Einklemmung von Sehnen und Schleimbeutel am Schulterdach, dem Acromion, und Processus coracoideus. Da es in dieser Situation zur Einklemmung ohne eine Veränderung oder Störung der Schulterform kommt spricht der Fachmann auch vom „non-outlet-impingement“, also einer Einklemmung ohne Einengung des Sehnenverlaufs.
Outlet Impingement der Schulter … wenn Knochen auf die Sehnen drücken.
Diagnostik beim ImpingementsyndromVor jeder Therapie steht natürlich die genaue Diagnosestellung. So unterschiedlich wie die Ursache für das Impingementsyndrom, so unterschiedlich ist auch die Therapie. Erst wenn die genaue Ursache für die schmerzhafte Einklemmung gefunden ist, kann gezielt auf das Problem eingegangen werden.
Um muskuläre Ungleichgewichte besser erkennen zu können, besteht die Möglichkeit über ein Oberflächen EMG die Muskelspannungen zu messen. So können muskuläre Ungleichgewichte nachgewiesen und objektiviert werden.
Die TherapieBei sehr schmerzhaften Zuständen steht zunächst immer die Schmerzreduktion im Vordergrund der Therapie. Durch Medikamente und Infiltrationen in den Schleimbeutel wird versucht die Entzündung zu stoppen. Nachfolgend kann durch ein gezieltes Übungsprogramm die gestörten Muskelgruppen angegangen werden. Sinnvolle Übungen finden Sie auch in unserer Broschüre. Die Broschüre können Sie kostenfrei von unserem Webportal herunterladen. Ggf. wird die Effektivität der Behandlung im Oberflächen EMG kontrolliert. Mit dieser sogenannten Biofeedback Therapie kann der Patient gleich sehen ob er die Übungen richtig ausführt und ob die Muskeln angesprochen werden die zur Lösung des Problems beitragen. Neben einem Typ 3 Acromion (Schulterdach) auch Schulter-Dach-Sporn genannt sind Narbenbildungen im chronisch entzündeten Schleimbeutel meist für den Mißerfolg der konservativen Therapie verantwortlich. Durch einen minimalinvasiven Eingriff, eine sogenannte Schulter Arthroskopie kann der Sporn abgetragen und der chronisch entzündete Schleimbeutel entfernt werden. In unserer Praxis wird diese Operation in 90% der Fälle ambulant durchgeführt. Unmittelbar nach der Operation kann der Arm bereits wieder bewegt werden. Belastende Tätigkeiten sollten jedoch für einige Wochen unterbleiben. Unsere Erfahrung zeigt, dass die meisten Patienten bereits kurz nach dem Eingriff, meist schon am nächsten Tag, deutlich weniger Besschwerden haben. |